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18. Philosophicum Lech – Schuld und Sühne

Lech wird zum Treffpunkt für Philosophie-Begeisterte

„Schuld und Sühne“ – so heißt der berühmteste Roman von Fjodor Dostojewski und so lautet auch das Thema des 18. Philosophicums in Lech. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Konrad Paul Liessmann darf man sich in der Neuen Kirche auf spannende Vorträge und interessante Diskussionen rund um die Themen Verantwortung, individuelle Freiheit, Vorbestimmung und natürlich Schuld & Sühne freuen.

Spannende Vorträge und hitzige Diskussionen

Das 18. Philosophicum Lech

Selbstverständlich gibt es sie noch: die weltfremden und zurückgezogenen Philosophen, die revolutionäre Ideen ausbrüten und hoffen, dass die Zeit schon bereit sein könnte. Allerdings gibt es auch die anderen, die sich mit Themen zwischen Theorie und Praxis auseinandersetzen und sinnvolle Lösungsvorschläge erarbeiten, immer unter der Berücksichtigung sämtlicher relevanter wissenschaftlicher Erkenntnisse. Viele von letzterem Typ findet man vom 17.-21. September in Lech bei einer der spannendsten Philosophietagungen des deutschsprachigen Raumes.

Eine Institution in Lech am Arlberg

Fachlicher Leiter und Vortragender

Konrad Paul Liessmann (c) Paul Wilke

Unter der Leitung des österreichischen Philosophen Konrad Liessmann und des Schriftstellers Michael Köhlmeier wird jedes Jahr ein Programm rund um ein Thema zusammengestellt. In diesem Jahr: “Schuld und Sühne”. Es geht aber nicht nur darum, in wie weit jeder für seine Taten und Handlungen verantwortlich ist, sondern auch, wo die Schuldfähigkeit aufhört und in wie weit der Mensch durch seine Anlagen und Umstände gesteuert wird. Auf dem Programm stehen unter anderem diese Themen:

  • Konrad Liessmann: Nach dem Ende der Verantwortung
  • Karlheinz Töchterle: Wo beginnt die Schuld, wo endet die Sühne? Am Beispiel des Ödipus
  • Alexander Belobratow: Raskolnikow und die Verantwortung
  • Michael Schefczyk: Verantwortung, Schuld und historisches Unrecht
  • Barbara Bleisch: Mitgegangen – mitgehangen? Verantwortung für globales Unrecht
  • Gerhard Rotz: Schuld und Verantwortung aus der Sicht der Hirnforschung

Ein interdisziplinärer Austausch

Ein großer Vorteil des Philosophicum Lech ist dabei, dass es keine reine Fachveranstaltung ist und sich an alle Interessierten richtet. Zusätzlich werden auch aus anderen Sparten impulsgebende Vorträge gehalten. So wird das Thema nicht nur aus der philosophischen Sicht, sondern auch in der Hirnforschung, Psychopathologie, Mythologie und der rechtlichen Sicht betrachtet. Dieses Hinausblicken über den Tellerrand hilft, sich nicht in einer theoretischen Richtung zu verrennen und das Gesamtbild immer im Auge zu behalten.

Raskolnikov und Marmeladov

Eine Szene aus Dostojewskis namensgebendem Roman: Schuld und Sühne. Illustration von Michail Petrowitsch Klodt. (c) wikicommons

Kontakte knüpfen, weiterbilden, philosophieren …

Sei es zwischen den Vorträgen, beim gemütlichen Brunchen oder am Abend in der „Philosophen-Bar“ – die Ruhe und Gelassenheit des Bergdorfs Lech sorgen dafür, dass man auch außerhalb der Neuen Kirche ungezwungen kommuniziert und ins Gespräch kommt. So mancher Denkknoten, der während eines Vortrags entstanden ist, lässt sich in der formlosen Nachbesprechung viel besser lösen als allein. Das Philosophicum ist schließlich auch die perfekte Möglichkeit, sich auszutauschen.

Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre ist auch in diesem Jahr wieder von einer ausverkauften Veranstaltung auszugehen. Buchen Sie Ihr Ticket fürs Philosophicum Lech daher einfach rechtzteitig.

Die perfekte Unterkunft finden Sie für die Zeit des Philosophicums in Oberlech. Eine kurze Fahrt mit der Bergbahn oder mit dem Auto bringt Sie zur Neuen Kirche (direkt neben der „alten“ Kirche). Dazu haben Sie auf dem Sonnenplateau des Arlbergs auch die perfekte Lage für Spaziergänge oder kurze Wanderungen.

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Oberlech am Arlberg

Über

Oberlech ist der perfekte Urlaubsort. Im Winter erwarten Sie viele Pisten zum Skifahren, Snowboarden, Rodeln und anderen alpinen Wintersport. Im Sommer gehen Sie zum Klettern, Wandern, Mountainbiken. Auch Kultur hat ihren festen Platz in Oberlech.

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